29 Aug. Eine Woche Leberfasten im Kur- und Gesundheitsotel Schiffmann – Zwei Freundinnen und die Sache mit der Leber

Eine Woche Leberfasten im
Kur- und Gesundheitshotel Schiffmann
Zwei Freundinnen und die Sache mit der Leber
von Anne-Christina Frances Donohoe

Tina und ich sind ein eingespieltes Team, wenn es um Bewegung, Mindset und kleine Abenteuer geht. Ob 100-Kilometer-Marsch, Halbmarathon oder intensive Theta-Workshops: Wir lieben es, uns herauszufordern. Körperlich wie mental, denn wir schätzen das wohlige Gefühl danach. Gesundheit ist für uns kein Trend, sondern ein Lebensstil. Und zwar einer, der nicht immer bequem ist, aber definitiv immer belohnt.
Dieses Mal erwartet uns eine andere Art von Challenge. Wir treffen uns zum Leberfasten im Kur- und Gesundheitshotel Schiffmann. Keine Ziellinie, keine Medallie – aber ein echter Neustart von innen.
Als wir an diesem Sonntag in Mülheim an der Mosel ankamen, waren wir aufgeregt und neugierig auf das, was auf uns zukommt und gleichzeitig glücklich, diesen Schritt gemeinsam zu gehen. In einem geschützten Umfeld, das uns sofort ein gutes Gefühl gab.
Sonntag, 16:45 Uhr. Mosel. Ankommen. Durchatmen.
Es ist soweit, unsere Woche Leberfasten im Kur- und Gesundheitshotel Schiffmann beginnt. Meine Freundin Tina und ich sind gespannt, neugierig, ein bisschen aufgeregt, aber vor allem bereit. Für eine Auszeit, die nicht nur Ruhe verspricht, sondern auch einen echten Neustart. Für Körper, Geist und für unsere oft vernachlässigte Leber.
Leberfasten? Klingt erstmal trocken, ist aber saftig gut.


Viele denken beim Fasten direkt an Brühe und knurrende Mägen. Leberfasten ist anders. Es ist ein gezieltes Programm zur Entlastung des Stoffwechsels. Entwickelt, um die Leber zu regenerieren, zu entfetten und ihre volle Power wieder freizusetzen. Und nein, man muss nicht krank sein, um zu fasten. Im Gegenteil: Prävention ist das neue Gesundwerden und genau deshalb sind wir hier.
Der Start: Herzlich, würzig, bitter.
Schon beim Ankommen spüren wir: Hier sind wir willkommen. Hier dürfen wir sein. Gastgeber Herr Schiffmann empfängt uns herzlich und wir finden uns in einer schönen Runde Gleichgesinnter wieder. Nach einer kurzen Einführung und einem ersten gemeinsamen Kennenlernen wird es ernst oder eher: lecker.
Unser erster Abend endet mit einem duftenden, milden Curry. Vegan, glutenfrei, salzarm, fettarm und leberfreundlich, jedoch wunderbar sättigend.
Danach: Bittersalz. Klingt wenig charmant, ist aber der offizielle Startschuss. Jetzt beginnt die Kur. Es kann losgehen.
Der Rhythmus: Detox mit Struktur
Jeder Tag beginnt mit einem Ritual
1. Frisch gepresstes Zitronenwasser im Hotelzimmer 🍋
2. Eine halbe Stunde später frisch gepressten Selleriesaft im Hotelrestaurant 💚
3. Dann geht’s zum Frühsport 🧘
Sanfte Gymnastik, Stretching oder lockeres Walken – wir starten aktiv in den Tag. Frische Luft, Bewegung und mitten im Gefühl: Ich tue gerade wirklich etwas für mich. Auch die anderen Teilnehmer teilen diesen Eindruck, es entsteht ein verbindendes Wir-Gefühl und obwohl wir uns kaum kennen, fühlen wir uns der Gruppe gleich sehr nah. Fast wie Magie, die in der Luft liegt – wir sind hier alle auf derselben Reise.


Die Reinigung: Sanft. Tief. Befreiend.
Am ersten Tag gibt es gleich den Klassiker, die Colon-Hydro-Therapie. Zugegeben, das klingt erstmal etwas respekteinflößend, allerdings ist es meines Erachtens mehr eine Kopfsache, denn der Ablauf ist vollkommen entspannt. Man liegt ruhig, medizinisches Fachpersonal begleitet alles, von der Begrüßung bis zur Verabschiedung. Das System ist geschlossen und geruchfrei, es kann also eigentlich nichts schief gehen. Und kurz danach setzt das leichte, befreiende Gefühl ein – es ist, als hätte der Körper einmal tief durchgeatmet.
Die Colon-Hydro-Therapie hilft dabei, Altlasten und Schlacken loszuwerden und das wortwörtlich. Durch die sanfte Spülung des Darms werden Verhärtungen gelöst und abgeleitet. Und das Beste? Man muss sich um nichts selbst kümmern.
Der Leberwickel: Ruhe und Stressabbau.
Und die Entspannung folgt zugleich: In Eigenanwendung auf dem Zimmer ist ein täglicher Leberwickel angesagt. Ein feuchter Lappen, ein Handtuch und eine Wärmflasche, mehr braucht es nicht. Platziert auf der Leber (Achtung – rechts unterhalb der Rippen!) wird die Durchblutung dergleichen gefördert und damit die Entgiftungsfunktion unterstützt. Verbunden mit einem Mittagsschlaf freut sich das vegetative Nervensystem und Entspannung ist garantiert.


Die Ernährung: Leicht, lecker und leberlieb.
Beim Leberfasten im Hotel Schiffmann wird bewusst gegessen, und zwar mit System. Morgens gibt es nach frischem Zitronenwasser und Selleriesaft eine leberfreundliche Frühstücksplatte mit Porridge und frischem Obst oder köstlichen glutenfreien Frühstückstörtchen. Mittags erwartet die Gäste ein frischer Salat mit bitteren Komponenten, welche die Leber besonders liebt. Der Abend wird abgerundet von wärmenden und fettarmen Gerichten. Vegan, salzfrei aber mit viel Geschmack.
All das liebevoll und raffiniert zubereitet, mit regionalen und saisonalen Zutaten, wie man es vom Kur- und Gesundheitshotel Schiffmann kennt. Wir waren nie hungrig, ganz im Gegenteil. Das bewusste Essen führt dazu, dass wir wieder spüren, was uns guttut. Und was eben nicht.


Die Bewegung: Draußen, bewusst, verbunden.
Die Sporteinheiten im Hotel Schiffmann waren fester Bestandteil unseres Fastenprogramms. Nie überfordernd, im Gegenteil: Die Trainer sind mit so viel Herzlichkeit, Witz und guter Laune dabei, dass schon allein ihre Energie ansteckend wirkt.
Ob am Morgen bei sanfter Gymnastik, beim achtsamen Dehnen oder bei einer sportlichen Wanderung mit kleinen Zwischenstopps für Atemübungen und Austausch, wir fühlten uns nie unter Druck gesetzt. Auffällig war das breite Grinsen der Teilnehmer – jeder hatte Spaß und alle wissen: Wir fasten. Wir entlasten. Und genau danach richtet sich das Sportprogramm.
Die Einheiten sind so konzipiert, dass jeder mitmachen kann. Egal, ob man sportlich erfahren ist oder das erste Mal seit Monaten wieder aktiv wird. Die Bewegungsangebote helfen dem Körper, in Schwung zu kommen, den Kreislauf zu stabilisieren und die Entgiftung zusätzlich zu unterstützen.


Der Rückzugsort: Eine Oase inmitten der Natur und Wellness mit Wirkung
Fasten bedeutet nicht nur Loslassen, sondern auch Ankommen. Im eigenen Körper und Moment. Und genau dafür ist der 700m2 große Wellnessbereich des Kur- und Gesundheitshotels Schiffmann gemacht. Ein Ort der Regeneration, mit viel Platz für Stille, Wärme und Entspannung.
Nach der Bewegung oder einfach zwischendurch: Die Saunen, das Dampfbad, die großzügigen Ruhebereiche drinnen und draußen laden zum Rückzug und Auftanken ein. Besonders schön: die Außensauna mitten im Grünen, mit weitem Blick in die Natur und auf Weinberge. Tina und ich haben dort oft einfach nur gesessen, geschwitzt und geschwiegen. Erstaunlich, wie viel Ruhe ein Ort ausstrahlen kann, wenn alles stimmig ist.


Die Massagen: mehr als Berührung.
Was uns tief berührt hat: die achtsame Art der Therapeuten. Die Massagen im Kur- und Gesundheitshotel Schiffmann sind keine Standardanwendungen, sondern individuell abgestimmte Auszeiten. Die Masseure gehen auf die persönliche Tagesform ein, erkennen Spannungen, hören zu mit Händen und Herz.
Hier entsteht ein Raum, in dem man sich wirklich sicher fühlt und einfach sein darf. Kein Small Talk, kein Leistungsdruck, nur ein geschützter Moment, in dem man sich komplett gehen lassen kann. Viele Gäste beschreiben das als einen Schlüssel zur inneren Ruhe – wir würden das sofort unterschreiben.


Kältekammer: Drei Minuten Klarheit.
Und dann: die Kältekammer. Klingt im ersten Moment abschreckend, doch dieser eiskalte Impuls bei -110 Grad Celsius hat uns wachgerüttelt. Im besten Sinne, nach nur drei Minuten sind wir wie neu: klar im Kopf, frisch im Körper und durchblutet bis in die Zehenspitzen. Der Kreislauf jubelt, das Immunsystem bedankt sich und wir verlassen die Kabine mit einem breiten Grinsen wieder hinaus ins Leben.
Die Leber ist wichtiger als wir denken.
Unsere Leber ist das Entgiftungsorgan schlechthin. Ununterbrochen und rund um die Uhr filtert sie Schadstoffe, verarbeitet Fette und regelt unseren Blutzuckerspiegel. All das, ohne dass wir es bewusst wahrnehmen. Bis sie überlastet ist, weil wir ihr nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt haben.
Viele Menschen leiden heutzutage unter einer sogenannten Fettleber. Die Ursache liegt in der schnellen und oftmals unbewussten Ernährung – zu viel Zucker, Fett und verarbeitete Lebensmittel gehören für viele zur alltäglichen Routine. Leberfasten kann hier gegensteuern und das nicht erst, wenn es zu spät ist. Sondern genau jetzt.


Klarer Kopf, bessere Haut, mehr Körpergefühl
Nach wenigen Tagen spüren wir beide ganz deutlich: Wir haben viel mehr Energie. Besserer Schlaf. Kürzeren Schlaf, aber wir sind ausgeschlafen. Weniger Appetit auf Zucker. Klare und weiße Augen. Die Haut ist reiner, der Bauch flacher und der Kopf freier. Und dieses neue Körpergefühl, nicht gehetzt, nicht schwer, sondern wach und leicht.
Kein Zufall, sondern das Ergebnis eines rückbesinnenden Konzepts, das Wirkung zeigt. Diesen Effekt spüren wir auch bei den anderen Gästen. Die Stimmung ist aufgehellt, jeder fühlt sich verbunden mit sich und seiner Umwelt.
Das große Ganze: Leberfasten ist mehr als eine Kur.
Was bleibt? Für uns beide nicht nur eine körperliche Entlastung. Sondern das Gefühl, wieder bei uns angekommen zu sein. Leberfasten im Hotel Schiffmann ist keine Diät. Es ist eine Reise zu sich selbst. In einem Umfeld, das nicht bewertet, sondern begleitet. Professionell, herzlich und persönlich.


Fazit: Mehr als Wellness. Eine echte Erfahrung.
Nach sieben Tagen fahren Tina und ich nicht einfach nur nach Hause. Wir fahren mit neuen Routinen, einem neuen Körpergefühl, neuen Kontakten und dem festen Vorsatz: Das machen wir wieder. Nicht weil wir müssen. Sondern weil es uns gut tut. Und weil wir gelernt haben, dass Prävention kein Verzicht ist, sondern ein Geschenk.
Eure Anne
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